xenophenia

Meine Raucherkarriere startete ich 1979. Viele Jahre waren es maximal zehn Zigaretten am Tag. Nach den ersten erfolglosen Versuchen, endgültig damit aufzuhören, steigerte ich mich auf 20-30 Zigaretten täglich. 2008 fielen mir zum ersten Mail bei ebay sogenannte E-Zigaretten auf. Sie kamen allesamt aus China. Es gab keine Angaben zum Liquid und vor allem sahen sie aus wie große kubanische Zigarren. Ich war skeptisch.
Ende 2010 stieß ich im Fachhandel auf die ersten „e-Rolls“, die aussehen wie Pyros, aber furchtbares Liquid enthielten. Ich kam dennoch schnell auf den Geschmack und erkannte meine Chance, nun endgültig den Krümeln, dem Staub, dem Gestank und vor allem der gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu entkommen. So kam ich zur EGO. Ich stieg mit 18mg Nikotin im Pfeffereminz-Liquid ein. Normale Zigaretten waren sofort kein Thema mehr.
Ich traute mich an Tabak-Liquids – diese hatte ich wegen der Erinnerung gemieden – wieder heran und bin bis heute der EVOD II treu. Kein großes Dampfgerät, aber immer etwas Nikotin in der Reserve, heute – nach 4 Jahren „ohne“ – mit 3 mg Nikotin. Ich lass mir Zeit.
Zeit ließ sich der gesundheitliche Fortschritt nicht. Etwas 14 Tage nach Umstellung waren Raucherhusten, Räuspern und belegte Stimme verschwunden. Der Geschmackssinn brauchte vier Wochen länger. That’s it. So easy 🙂
Wer E-Zigaretten verdammt, nimmt in Kauf, dass niktionabhängig gemachte Jugendliche (das war die meisten zur Zeit ihres Einstiegs) auf Ewigkeit abhängig bleiben werden. Das ist ist böse Doppelmoral.