Werner

Angefangen mit Rauchen hab ich so mit 16 Jahren. Lief genauso ab wie es heute auch wahrscheinlich immernoch abläuft. Da fragen die Kumpels "Na, schon mal probiert" und "Musst du auch machen sonst bist du kein richtiger Kerl" usw. Man will ja sich in dem Alter ja auch erwachsen fühlen und steckt sich die Erste an und schon hat man verloren.
Ich hab 46 Jahre geraucht, mehr als einmal probiert aufzuhören, mit mehreren Methoden, von einfach keine mehr rauchen über Nikotinpflaster und Kaugummis bis Akkupunktur. Jedesmal wieder bei der Kippe gelandet. Längste Zeitspanne betrug 2 Jahre aber dafür hab ich in der Zeit 20 kg Gewicht zugelegt. (Wie sagte der Psychologe so schön: Ersatzbefriedigung) Und was hat man als Jugendlicher alles probiert: Gitanes ohne Filter oder die mit Maisblatt, nachher so eine die nach Whisky schmeckte, da hat die Lunge schon die weiße Fahne geschwenkt.

Dann mit 61 Jahren die Diagnose COPD, eine unheilbare Lungenkrankheit ausglöst durch den jahrelangen Zigarettenkonsum. Man ist erschrocken über die Diagnose aber Aufhören kann man trotzdem nicht, dafür hat einen die Sucht zu stark im Griff.
Bis ich dann im Oktober 2014 bei einem Betriebsratsseminar jemanden mit einer E-Zigarette traf.
Mein Gott, was hab ich dem armen Kerl Löcher in den Bauch gefragt. Habe aber etliche Tipps und Hinweise auf Internetseiten bekommen u.a. auf die Seite von Philgood. Dessen Videos hab ich mir dann abends im Hotel alle angeschaut. Am Wochenende hab ich zu Hause mir einen Online-Shop gesucht und mir eine Grundausstattung besorgt.

Als die Sachen da waren hab ich die restlichen Zigaretten weggelegt und hab sie bis heute nicht mehr angefasst! Das Thema Rauchen ist für mich erledigt!
Von den anfänglichen Evods bin ich mittlerweile auf Eleaf Akkuträger und GS Air Verdampfer umgestiegen und mische mir meine Liquids selbst an. Das neueste ist jetzt meine Power-Tube von Heatvape mit einem Kanger Subtank Plus. Allerdings betreibe ich den mit den normalen Coils, Subohm und selbstwickeln ist nichts für mich, man muss nicht jeden Hype mitmachen.
Was soll ich sagen, mein Arzt sowie mein Lungenfacharzt haben mir zu meinem Umstieg gratuliert.
Die Ergebnisse der regelmäßigen Lungenfunktionstests bessern sich bei jedem neuen Test.
Es bessert sich, aber COPD ist wie gesagt nicht heilbar. Jedenfalls wird es nicht schlimmer was der Fall wäre wenn ich weiterhin rauchen würde.
Meine Frau bestätigte mir bereits nach 2 Wochen dampfen das ich lange nicht mehr so viel huste wie vorher. Ich selbst fühle mich wesentlich besser, Mittlerweile ist mir schon sehr unangenehm wenn in meiner Gegenwart jemand raucht, Und, toller Nebeneffekt: weder die Klamotten noch die Wohnung stinkt nach kaltem Rauch. Ich kann mir garnicht mehr vorstellen mit dem Gestank zu leben.

Das einzige was am Dampfen nervt sind die ständigen Kommentare anderer, das dampfen ja schlimmer sei wie Rauchen, hätte man jetzt ja wieder gelesen oder im Fernsehen gesehen.
Man versucht dann immer wieder Aufklärungsarbeit zu leisten und den Leuten die entsprechenden Informationen zukommen zu lassen. Zwischendurch glaubt man nicht mehr das dies irgend einen Erfolg hat, weil die Lobby der Tabak- und Pharmakonzerne so groß ist und die Horrormeldungen immer abstruser werden. Aus dem Grund unterstütze ich mittlerweile einige Initiativen wie z.B. die "Interessengemeinschaft E-Dampfen"
Noch eine Bitte an alle Leser dieses Berichtes: unterzeichnet bitte die Petiton 61453 zur Tabakproduktrichtlinie 2014 hier: https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2015/_10/_07/Petition_61453.nc.$$$.a.u.html