Morgana

Einige Monate vor meinem 15. Geburtstag probierte ich meine erste Zigarette.
Damals rauchte fast mein gesamter Freundeskreis und etwa die Hälfte meiner Schulklasse. Ich wollte dazu gehören, wollte „cool“ sein … und war ganz schnell abhängig. Innerhalb weniger Monate (b)rauchte ich etwa eine Schachtel pro Tag. Durch Verzicht in vielen anderen Bereichen und einen kleinen Nebenverdienst mittels Nachhilfeunterricht war es mir möglich, meine Zigarettensucht zu befriedigen.

Insgesamt rauchte ich etwa 34 Jahre lang.
In der ganzen Zeit gab es nur zwei ernsthafte Rauchstoppversuche. Beim ersten war ich so um die 17 Jahre alt und schaffte sogar knapp 4 Wochen aufs Rauchen zu verzichten.
Meinen zweiten Versuch unternahm ich auf Wunsch meines Ehemannes, der mir das Buch „Endlich Nichtraucher“ schenkte. Dazu sollte ich erwähnen, dass ich mittlerweile schon seit Jahren bei einem Konsum von ca. 35 selbstgedrehten Zigaretten täglich angekommen war, während mein Mann nur etwa 10-12 pro Tag rauchte. Er selbst hatte nicht vor, das Rauchen aufzugeben!
Während ich das Buch las, kam ich mehr und mehr zu der Überzeugung, dass auch ich wirklich bald Nichtraucherin sein würde und freute mich darauf.
Dann kam Tag X. Ich stand gegen 6.00 Uhr auf … und wurde um 10.30 „rückfällig“!!!

Anfang 2009 erzählte mir mein (erwachsener) Sohn vom „elektrischen Rauchen“. Er hatte zufällig über einen Kontakt durch die Mitfahrzentrale jemanden kennen gelernt, der während der Autofahrt eine elektrische Pfeife benutzte. Mein Sohn, der sein Leben lang vollgequalmt wurde, war begeistert! … und ich wurde durch seine Schilderung neugierig.

Also las ich mich gleich am nächsten Tag im Internet schlau und bestellte kurz darauf mein erstes Dampfgerät!
Die Pen-Verdampfer, die es damals auf dem Markt gab, waren mit den heutigen Geräten natürlich nicht vergleichbar, aber dennoch gelang es mir direkt vom ersten Tag an, meinen Zigarettenkonsum auf etwa 1/3 zu reduzieren. Innerhalb einer Übergangszeit von ca 2,5 Monaten stieg ich sogar komplett auf das Dampfen um.

Mein Mann hatte ein Jahr vorher „einfach so“ mit dem Rauchen aufgehört und somit wurde unsere Wohnung nach vielen Jahren zu einem Nichtraucherhaushalt.

Am 04. Mai 2009 rauchte ich meine allerletzte Zigarette und bin seitdem eine 100%-Dampferin mit all den Verbesserungen, die ein Rauchstopp mit sich bringt.

Inzwischen benutze ich nur noch Selbstwickelverdampfer und mische meine Liquids selber. Die ungeheure Vielfalt der Geräte und Aromen macht es mir leicht, beim Dampfen zu bleiben.
Würde man mir jedoch all dies plötzlich wieder wegnehmen, so würde ich auch nach fast 7 Jahren sicherlich innerhalb eines einzigen Tages wieder bei meinem Drehtabak landen! Im Gegensatz zu meinen früheren Raucherjahren würde ich jedoch ganz sicher nicht mehr rücksichtslos das ganze Haus vollqualmen, sondern zum Rauchen vor die Tür gehen. Ich denke, dass ich in erster Linie vom Ritual/der Handlung des „Wölkchenmachens“ abhängig bin. Damit kann ich jedoch gut leben, da ich weiß, dass ich seit Jahren auf die vielen giftigen Stoffe der Tabakverbrennung verzichte und das Dampfen nicht schädlicher ist als Kaffee zu trinken.