Michael von Ullrichstein

Meine Vape-Story

Meine Vape-Story beginnt eigentlich recht klassisch, wie jede irgendwie. Ich habe in den 1980ern angefangen zu rauchen..in der Schule in einer dunklen Schulhofecke mit den anderen „coolen“ Leuten.
Von da an war ich süchtig.
Immer mal wieder, meist zu Silvester, schwor man den heiligen Neujahrseid, welcher dann ungefähr 8 Stunden hielt, ihr kennt das.
Auch der gute Allan Carr und sein tolles Buch mussten herhalten, schafften es aber nicht mich dauerhaft von den Sargnägeln zu befreien. Das längste waren 12 Monate, aber es fehlte immer „irgendwas“, ich konnte es nie beschreiben..
Und dann hing man wieder am Glimmstängel wie der Junkie an der Nadel..und meistens rauchte man danach immer mehr. Es wurde langsam immer mehr zur Tortour.
Der Gesundheitszustand verschlechterte sich und nichtmal eine Thrombose im Bein konnte mich dauerhaft davon abbringen weiterzurauchen! Schrecklich…

Dann, im Sommer 2011, traf ich einen Bekannten der an einem Kugelschreiber lutschte und Rauchwolken auspustete…was zur Hölle?? Er zeigte mir das seltsame Ding, eine 801, und erklärte mir das Prinzip. Ich war fasziniert und machte mich im Internet ein wenig Schlau. So schlau es eben ging, denn es gab kaum wirkliche Informationen! Oder ich war einfach zu doof sie zu finden.
Dann fuhr ich mit einem Bekannten auf die InterTabac nach Dortmund, ich rauchte ja noch lustig vor mich hin wie ein Industrieschornstein…
Nachdem ich mich an den verschiedensten Ständen mit kostenlosen Messedevotionalien eingedeckt hatte (ca. 6 Monate keine Filter und Papers mehr kaufen, YEAH! 😀 ), entdeckte ich dann auch die Stände der E-Zigarettenhersteller.
Ich liess mir eine polnische EgO-T erklären, durfte auch mal dran ziehen, aber um eine zu kaufen..dafür war sie mir zu teuer und erstmal zu suspekt.
An einem chinesischen Stand musste man auf einer Minigolfbahn einen von 3 Bällen versenken und konnte eine Wegwerf-cigalike „gewinnen“. Meine erste eigene E-Zigarette!! Ich war definitiv total fasziniert und probierte sie auch direkt aus, war natürlich für die Tonne…aber das Interesse war geweckt!

Wieder zuhause angekommen recherchierte ich etwas genauer, unter anderem auch bei Youtube, und traff auf einen Schweitzer mit einem seltsam bekifften Grinsen. Da er direkt einen sehr freundlichen, coolen und sympathischen Eindruck machte, schaute ich nahezu alle Videos die er hatte (das waren da schon um die 20-30 Stück), und sog alle Informationen wie ein trockener Schwamm auf! Angetan war ich von der EgO-T, und so notierte ich mir die wichtigsten Eckdaten.

Im Januar 2012 war es dann auch so weit, ich hatte mich entschieden nun „Dampfer“ zu werden!! Ich bestellte ein Starterset bei Steamo.de (weil Original Joyetech), 2 Hausmarke-Liquids (Mango und Vanille Tahity) und wartete ab.
Am 12.1.2012 lief ich dem DHL-Mann direkt entgegen und nahm mein erstes Starterset relativ ungeduldig in Empfang. Es wurde direkt ausgepackt, befüllt (wusste ja dank Philgood bestens bescheid) und losgedampft. Ein fettes grinsen machte sich im Gesicht breit, es war so unglaublich cool, ein völlig neues Gefühl!
Der Geschmack haute mich direkt um, trotz meiner hohen Shisha-Erfahrungen. Ich hielt das Gerät auch noch sehr verhalten und zögerlich mit den Fingerspitzen, aus Angst ich vorne irgendwie zu „verbrennen“ haha.
Aber da glühte ja nichts mehr und so nahm ich die E-Zigarette recht bald „normal“ in die Hand.
Besonders erstaunt war ich, das ich nun keinen „Schmacht“ mehr hatte..auch am nächsten Tag war dieser „Schmacht“ weg, der einen recht zügig erstmal eine durchquarzen lässt, egal ob es schmeckt oder nicht, jeder Raucher kennt das 😉
Und es wurde immer besser, denn meine Kondition wurde mit jedem Tag besser, mein Geruchs- und Geschmacksinn besserten sich, auch mein Herz arbeitete irgendwie besser.
Der morgendliche Husten verschwand bereits nach einer Woche. Testweise zog ich mal an einer Zigarette bei Bekannten und fand es sehr sehr ekelig! Nein, das wollte ich nie wieder haben!
Mit der Zeit wurde dann die Hardware besser, es kamen neue Verdampfer auf den Markt (Protank, Vivi Nova usw), ich ging mit dem Nikotin immer weiter runter und ich begann mit dem Selbstmischen. Mittlerweile auf nur noch 6mg Nikotin angekommen, erlitt ich Ende Januar 2013 dann einen Herzinfucked! Mein behandelnder Kardiologe im Krankenhaus fragte ob ich rauche, was ich mit einem Hinweis auf die E-zig verneinte.
Nach einer Katheder-OP und einem 3 tägigen Intensivstationaufenthalt, steckte mir der Kardiologe dann, das ich als Raucher wohl nicht so glimpflich wie jetzt davon gekommen wäre und er die elektrische Variante sehr begrüßt. Er ermunterte mich diese weiterhin der Tabakversion vorzuziehen und mit keine Gedanken zu machen.

Das ist nun 2 1/2 Jahre her, mittlerweile dampfe ich also 3 1/2 Jahre und bin froh um JEDEN Tag ohne Tabakzigarette. Natürlich denke ich da nicht mehr täglich dran, ich geniesse die vielen Geschmacksrichtungen die die Aromenhersteller anbieten und arbeite mittlerweile auch in dem einzigen Fachgeschäft für elektronisches Dampfen in Herford! Quasi das Hobby zum Beruf gemacht, den als solches sehe ich das dampfen mittlerweile.
Man besitzt innerhalb so einer langen Zeit schon einige Geräte. Von anderen trennt man sich wieder, man geniesst die Vielfalt der möglichen Systeme, probiert aus und fachsimpelt mit anderen Dampfern was das Zeug hält. Es entstanden viele Freundschaften und man hilft Anfängern, wenn man ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht.
Und genau DAS macht die Vape-Community aus!

Die Quintessenz des dampfens….

Vaping is Life!