Martin

Hallo, mein Name ist Martin, ich bin 32 Jahre alt und Vater von zwei Kindern. Ich habe 15 Jahre geraucht, denn ich bin bereits als Jugendlicher zum rauchen gekommen. Im meinem Leben als Raucher gab es verschieden Phasen wo ich mal mehr, mal weniger geraucht habe. Zum Beispiel nach dem Tod meines Großvaters, der bis zu seinem Lebensende immer geraucht hat, habe ich meinen Konsum reduziert. Auch seit meine Kinder auf der Welt sind, habe ich meinen Konsum nochmals starkt reduziert. Aber ganz aufhören konnte ich in diesen 15 Jahren nie. Anfang letztes Jahr habe ich mich dann mehr durch Zufall mit dem Thema e-rauchen auseinandergesetzt. Ich habe viele Videos angesehen und mir auf Foren und Blogs viel Wissen geschaffen. Seit ich mit dem e-rauchen angefangen habe, konnte ich meinen Zigarettenkonsum schließlich komplett abstellen. Sogar das Nikotin, auf das ich zu Beginn des e-rauchens nicht verzichten konnte, habe ich mir inzwischen komplett entwöhnt. Ich betreibe das „dampfen“ inzwischen als Genuss und nicht mehr als ein Suchtmittel. Ich denke als mündiger Bürger kann und muss ich die Abwägung des Risikos eines Genussmittels selbst vornehmen dürfen! Ansonsten müssten auch Kaffee, Tee und Alkohol denselben Restriktionen unterworfen werden.

Die im Referentenentwurf und der TPD2 vorgesehenen Beschränkungen der freien Meinungsäußerung bergen enorme Risiken. Ich sehe hier eine Einschränkung meiner persönlichen Freiheit und meiner bürgerlicher Rechte. Aber nicht nur meiner, sondern die Freiheit und die Rechte aller Bürger sehe ich in Gefahr. Im Sinne einer liberalen Denkweise und des Respekts vor der Selbstbestimmung des Individuums sollte die Politik alles in ihrer Macht Stehende tun, um den Artikel 20 der TPD2 so wenig restriktiv wie nur eben möglich umzusetzen. Ich bin auch für den Nichtraucherschutz und die Prävention für Jugendliche, aber in dem Gesetz sollten auch klare Grenzen zwischen dem herkömmlichen Rauchen und dem dampfen gezogen werden. Man sollte diese Alternative zum Rauchen, welche um mindestens 95% weniger schädlich ist nicht bestrafen sondern fördern. Das Gesundheitssystem wird es uns danken!