Marcus Blättermann

Wie bin ich zum Dampfen, dem „rauchen“ von E-Zigaretten gekommen?
Das ist eine gute Frage.
Ich rauchte ca. 13 Jahre lang. Immer wieder wollte man mal aufhören. Immer wieder hat man es verschoben. Die Schachteln wurden teurer man versuchte zu drehen und zu stopfen. Immer wieder kam der Zwang noch schnell an die Tankstelle zufahren und sich mit Zigaretten einzudecken. Die Ausdauer wurde immer schlechter. Der morgendliche Husten immer schlimmer. Die Sachen und das Auto stanken inzwischen abscheulich und die Asche verteilte sich im Auto. So oder so ähnlich kennt es ein Großteil der Raucher und Ex-Raucher.
Meine Freundin sagte immer wieder „Hör doch endlich auf damit“. Nur wie? Die Gewohnheit und die Sucht hatten die Oberhand und der innere Schweinehund keine Chance.
Irgendwann sagte sie lass uns nach Halle fahren. Da soll es so einen Laden geben wo man E-Zigaretten testen kann. Sie hatte sich mit dem Thema beschäftigt. Sie wollte mir helfen das Rauchen aufzugeben. Ich war skeptisch. Sehr sogar. Was soll das bringen fragte ich mich. Ich bin ehrlich, ich hatte keine Ahnung um was da geht. Ich hatte mich nie damit beschäftigt. Aber ich wollte es ihr nicht ausreden und wir fuhren los. Völlig uninteressiert rauchte ich nach der Fahrt noch eine vor dem Laden und schaute mich etwas im Schaufenster um. Tolle Geräte lagen da rum. Ich als Technikfanatiker war schon etwas begeistert. „Na ok dann schauen wir eben mal rein“, sagte ich und wir betraten das Ladenlokal. Wir wurden freundlich empfangen und erstmal befragt ob man helfen könne. Interessiert stellte ich mich an die Theke und was soll man da schon sagen. „Ja ich möchte mich etwas mit dem Thema beschäftigen“ und wir kamen weiter ins Gespräch. Mir wurde alles bis ins kleinste Detail erläutert, alle Möglichkeiten aufgezeigt und Empfehlungen gegeben was denn für MICH das Beste wäre. Und so testete ich mich durch verschiedene Geschmacksrichtungen bis ich gesagt habe „Das ist es“. Es war Menthol. Dass was ich auch ab und an gern geraucht habe. Ich habe dann noch ein paar Mal daran gezogen und mir wurde immer mehr und mehr klar, dass es das sein wird. Mir dort vor Ort gleich ein Gerät, damals einen Aspire K1 Verdampfer und einen Spinner Akku, einpacken zu lassen. Meine Freundin strahlte schon etwas. (Nebenbei, zu dem Zeitpunkt rauchte ich täglich ca. 30 Marlboro Zigaretten.)
Wir gingen glücklich aus dem Geschäft und setzten uns ins Auto. Ein Tank war schon mit Menthol Liquid gefüllt und Ready to Use. Sie fuhr und ich hatte das Gerät die ganze Zeit in der Hand und habe mich weiter für das Dampfen interessiert. Ich googelte während der Fahrt und las mich immer weiter in das Thema ein. Hin und wieder habe ich an meinem Aspire K1 gezogen und mir wurde immer mehr bewusst, dass dies mein Leben in dem Sinne verändern wird. Es stinkt nicht. Selbst meine Freundin die den Zigarettenrauch immer unangenehm empfand war positiv überrascht, dass sie nicht mit husten anfing.
Wieder Zuhause angekommen zeigte ich auch allen was ich da tolles neues habe. Ja auch meine Eltern schaute sich etwas verhalten die ganze Sache an und waren erst nicht so überzeugt davon. Mittlerweile dampft selbst mein Vater und mein fünf Jahre älterer Bruder.
Inzwischen bin ich bei 6mg Nikotin/ml und fing am 13.03.2015 mit 15mg/ml an. Am nächsten Tag hatte ich nur noch 12 Zigaretten und danach täglich nur noch drei bis vier Zigaretten geraucht. Seit dem 09.04.15 habe ich keine Zigaretten mehr angefasst und heute stört mich schon allein der Geruch einer Zigarette oder der kalte Rauch von Zigaretten.
Seitdem hat sich meine Kondition deutlich verbessert. Ich bin im Außendienst tätig und muss entsprechend häufig auch mal in den dritten oder vierten Stock laufen. Dies geht heute schon fast ohne tief Luft zu holen. Meine Geschmacksnerven scheinen wieder besser zu funktionieren. Das Essen schmeckt wieder viel besser. Ich leide an chronischen Nasennebenhöhlenentzündungen. In den letzten Monaten habe ich immer weniger Probleme dieser Art. Meine Nase ist mehr und mehr befreit. Das Atmen durch die Nase fällt immer leichter. Der Husten am morgen existiert nicht mehr.

Alles in allem kann ich heute sagen, dass es mir bessergeht als mit Tabakzigaretten und ich bin froh darüber, dass meine Freundin mich dazu bewegt hat diese eine Fahrt zu machen.

Es stimmt mich sehr traurig, wenn man jetzt hört, dass man diese für jeden Dampfer neu gewonnene Freiheit durch unsinnige und unverhältnismäßige Regulierungen wieder zu Nichte machen will. Ich hoffe, dass es nicht so weit kommt. So weit, dass es eine Regulierung in Kraft tritt welche jeden Dampfer wieder zu Tabakzigarette drängt.