Juergen

Ich, Jürgen, 34 Jahre war seit rund 17 Jahren Raucher. Am Tag mindestens 1 Schachtel. Nun, eher durch einen Zufall geriet ich an eine sog. „E-Zigarette“. Vielmehr an einen Verdampfer mit eigenem Tank. Eigentlich sollte das Gerät nur den Zweck haben, das rauchen einzuschränken, bzw. meinen Mitmenschen zu Liebe, den Rauchgeruch zu vermeiden (Familie, Arbeitskollegen etc.).

Schnell war ich jedoch davon überzeugt, dass mit Hilfe dieses Gerätes auf die konventionelle Zigarette (unter „Dampfern“ auch „Pyro“ genannt) komplett verzichten könne.

So war es dann auch. Seitdem ich auf die „E-Zigarette“ umgestiegen bin, hatte ich keinerlei Bedürfnis mehr, eine normale Tabakzigarette zu rauchen.

Nun ist es so, dass man in der Öffentlichkeit immer wieder auf die E-Zigarette angesprochen wird. Es fallen Sätze wie „Sie wissen gar nicht, was Sie sich da antun!“ oder, „ich rauche nur normale Zigaretten, das ist ein reines Naturprodukt. Nicht so ein chemisches Zeug“.

Diese und andere Sätze bestätigen immer wieder auf ein neues, dass Aufklärungsarbeit geleistet werden muss!

Auch in den Medien hört man immer wieder „Negativstimmen“ zum Thema „dampfen“. Aktuellstes Beispiel dürfte die sog. „Popcornlunge“ sein.

Beschäftigt man sich jedoch eine Zeit lang mit dem Thema „dampfen“ kommt man recht schnell zu folgendem Schluss.

In einer Tabakzigarette befinden sich über 4.000! Stoffe (ich verzichte auf das Wort SCHADstoffe), von welchen 70 nachweislich krebserregend sind.

Der Grundstoff des „Liquids“ (die Flüssigkeit, welche verdampft wird) besteht grundsätzlich aus (bis zu) vier Stoffen. Propylenglykol, Glycerin, destilliertem Wasser und Nikotin. Auf destilliertes Wasser will ich aufgrund seiner Bekanntheit nicht weiter eingehen und will ich auch zu den weiteren Stoffen kurz halten.

Propylenglykol (PG) ist ein Bestandteil, welcher in der EU als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen ist. Des Weiteren ist „PG“ ebenfalls Bestandteil einer konventionellen Tabakzigarette.

(Vegetable-)Glycerin (VG) ist ebenfalls als Lebensmittelzusatzstoff freigeben. Er findet sich bspw. In Kaugummi, Süßungsmittel und Zahnpasta.

Nikotin – dies ist in der Tat ein Giftstoff, welcher hinreichend von der Tabakzigarette bekannt ist. Bei Nikotin gibt es auch nichts schön zu reden. Es ist und bleibt ein Nervengift. Aber leider auch genau das Nervengift, welches den Raucher zum rauchen bewegt. Genauso ist dieser Zusatz beim „Dampfen“ wichtig, damit sich die Befriedigung einstellt.

Zu diesen Grundstoffen kommt nun noch im prozentualen Anteil (4-7%) das Aroma, welches für den Geschmack des Liquids verantwortlich ist. Und genau hierher kommen auch Wörter wie „Popcornlunge“. Es gibt leider (wie überall) „schwarze Schafe“, welche teils schädliche Stoffe (wenn auch in minimal unbedenklichen Mengen) dem Aroma zusetzen. Da die Aromen zwischenzeitlich jedoch von einer großen Zahl an Verkäufern veräußert werden, schwindet m.E. die Zahl der „schwarzen Schafe“. Zudem sei am Rande erwähnt, dass es z.B. für die Herstellung eines reinen Mentholaromas lediglich Ethanol (Alkohol) und Methanolkristalle bedarf. Das Ethanol verdampft jedoch beim Konsum, so dass der Körper hierdurch keinen nennenswerten Alkohl aufnimmt. Und in diesen beiden Stoffen befindet sich bspw. kein Stoff, welcher für eine „Popcornlunge“ verantwortlich ist…

Um nun ein schlussendliches Resümee meines Textes zu ziehen:

Nicht rauchen bzw. nicht „dampfen“ ist unbestritten der Idealfall.
Auch sollen (wie es bereits der Fall ist) die Geräte und die „Liquids“ nur an Personen ab 18 Jahren abgegeben werden.

Ansonsten sollte die Devise sein: Aufklären statt einschränken. Jeder Ex-Raucher der auf das „Dampfen“ umgestiegen ist, ist glücklich über diese Erfindung.