Hexe

Meine Geschichte fing an, als ich mit 11 Jahren meine erste Zigarette probiert habe. Warum?Mit 11 Jahren ist man dumm genug, um das “ einmal auszuprobieren“…Ich hab mir eine Zigarette bei meinem Vater geklaut. Es sollte ja auch nur einmal sein. Ich wollte wissen, was daran so toll ist und wie sich das anfühlt. Sie hat nicht geschmeckt. Ich hatte währenddessen und einige Zeit danach Kreislaufprobleme. Damit schien sich meine Neugier befriedigt zu haben.
Falsch!Ein Jahr später wachte ich morgens auf und wollte unbedingt eine Zigarette rauchen. Ich habe keine Ahnung, woher das plötzliche Verlangen kam. Die ganze Zeit das Verlangen nach einer Zigarette im Kopf, ging ich zur Schule. Eine Klassenkameradin gab mir eine Zigarette.
Und damit hatte meine Raucherkarriere auch schon begonnen. Anfangs 2 Zigaretten pro Tag steigerte es sich nach ca. 14 Tagen immer mehr. Bald war es eine 1/2 Schachtel pro Tag, sehr bald eine ganze.
Mir ging es gut, keine Kreislaufprobleme oder sonst irgendetwas, irgendwie schmeckte es sogar, auch wenn ich das heute nicht mehr nachvollziehen kann.

Sie fragen sich beim Lesen vielleicht, wie man mit 12 oder 13 Jahren an Zigaretten kommt? Nein nach meiner 1 Zigarette habe ich nie wieder eine Zigarette bei meinem Vater geklaut. Man musste nur in den richtigen Laden gehen und seinen Einkauf mit Süßigkeiten tarnen. Die Zigarettenschachteln haben in meiner Anfangszeit noch nicht so viel gekostet wie jetzt. Wenn man sich gut geschminkt hatte bekam man die Zigaretten auch bei jeder Tankstelle. Niemand hat nach meinem Alter gefragt.

Problematisch wurde es erst, als ich 16 wurde. Zu dieser Zeit kam das neue Gesetz heraus, was Jugendlichen den Tabakkonsum unter 18 Jahren verbot. Aber gut, gib irgendjemandem Geld und er kauft sie für dich. Irgendjemand findet sich immer. Wo ein Wille ist, ist bekanntlich auch ein Weg.

Spätestens mit 16 fingen bei mir aber auch die ersten gesundheitlichen Probleme an. Vor Beginn meiner Raucherkarriere hatte ich ein gutes Immunsystem. Das hatte sich nun erledigt. Statt wie früher 1 – 2 große Erkältungen im Jahr hatte ich nun regelmäßig welche. Und der Husten wollte oft bis zu einem Monat nicht weggehen. Das war jedoch kein Husten, ich wurde regelmäßig mit bellenden Hunden verglichen. Ja es klang wirklich so. Mit der Zeit wurde aus dem Husten ein regelmäßig auftretender Hustenanfall. Er war nicht in den Griff zu kriegen.
Zu dieser Zeit begann ich langsam aber sicher, doch über meine Gesundheit nachzudenken. Aber nicht ernsthaft. Wenn man süchtig nach etwas ist, schafft man es interessanterweise konsequent, sich selbst einzureden, es sei nichts.Oder der all zu berühmte Satz:“Wenn ich will, kann ich jeder Zeit aufhören.“Meine Klassenlehrerin, sagte einmal während einer Belehrung über den Nikotinkonsum:“ Wer behauptet, er ist nicht süchtig und könnte aufhören, der belügt sich selbst! Wer die Sucht leugnet, der ist schon lange süchtig!“
Wie Recht sie hatte.

Insgesamt habe ich in meiner Zeit als Raucherin 9 Versuche unternommen, aufzuhören. Mit unterschiedlichen Methoden. Plötzlich aufhören, langsam reduzieren, plötzlich mit unterschiedlichen Ablenkungsmanövern, langsam mit plötzlichen Ablenkungsmanövern, Ersatz durch Zucker und Kaugummis.Finger beschäftigen.
Es gibt ja immer wieder so schöne Zeitungsartikel, in denen erklärt wird, wie man endlich erfolgreich aufhört. Alles Blödsinn, egal was ich versuchte.

Es war immer das gleiche.Nach spätestens 2 Wochen hielt ich es nicht mehr durch. Nervös, Aggression und die Gedanken, die sich permanent um die blöde Kippe drehen. Sobald ich meine nächste Kippe rauchte, wurde der Konsum jedes Mal noch extremer als vor dem Aufhören.
Nikotinkaugummis und Pflaster habe ich nie probiert. Aus gutem Grund. Ich kenne viele die damit versucht haben aufzuhören. Entweder sie hatten irgendwann Anzeichen für Nikotinüberdosen, weil sie sich zu oft Pflaster klebten oder zu viele Kaugummis kauten oder sie sind früher oder später doch einfach zur Zigarette zurück.

Mit 18 war ich bei 1-3 40er Packungen tgl, der Konsum war sehr unetrschiedlich. Regelmäßiger Raucherhusten, Übelkeit und gelegentliches Erbrechen, Schwindelgefühle und und und. Erschreckend waren für mich morgens die extremen Hustenanfälle und das Gefühl, immer schlechter Luft zu bekommen.Ich schaffte es tatsächlich, mit 19, mich morgens durch meine eigene pfeifende Atmung zu wecken. Gruselig wird es in dem Moment, wenn einem im morgendlichen Halbschlaf klar wird, das man selbst diese Geräusche erzeugt.
Ich habe nach den 9 gescheiterten Versuchen keinen einzigen Versuch mehr unternommen, aufzuhören. Warum? Ich hatte Angst, wie bei den letzten Malen danach noch mehr zu rauchen.

Mit 20 hörte ich von der E-Zigarette. Mein Freund kam von der Arbeit und erzählte mir von einem Kollegen, der dampfen würde. Mit einer Geschichte, die ich nicht glauben wollte. Wie ich hätte er mehrfach versucht aufzuhören, ohne Erfolg. Seit er dampfe, fasse er keine Zigarette mehr an, kein Husten mehr, das Immunsystem hinsichtlich Erkältungen ect. habe sich erholt. Das Essen würde ganz anders schmecken.Er fühle sich wieder richtig gut.

Ich war skeptisch. Irgendwie war da ein Hoffnungsschimmer. Aber wer weiß, was da drin ist? Vielleicht ist das noch gesundheitsschädlicher? Mir ging einiges durch den Kopf. Aber so weiter machen, wie bisher? Dazu hatte ich keine Lust.
Also informierten wir uns lange und ausgiebig über das Internet, lsane uns Foren durch und schließlich bestellten wir ein Starterset von Joytech.
Ich hatte eine Entwöhnungsphase von vielleicht 2 Monaten. Es war bei mir nicht so, das ich anfing mit dampfen und Zigaretten waren damit vergessen. Anfangs rauchte ich weniger als bisher, dampfte nur selten. Die E-Zigarette fühlt sich nicht an wie rauchen. Aus diesem Grund hatte ich anfangs weiter das Verlangen nach einer Zigarette. Aber das Verlangen ließ nach. Nach 2 Monaten war ich rauchfrei und Dampferin.
Ich habe angefangen mit Nikotinstärke 18 – 24mg bei den Liquids. Nach 3 Monaten bekam ich bereits besser Luft. Die Übelkeit war bereits nach 1 Monat weg. Erbrechen gab es nicht mehr.

Nach ca. einem 1/2 Jahr hatte ich diesen morgendlichen Husten nicht mehr. Der bellende Raucherhusten trat generell nie wieder auf. Ich nahm eine Zeit lang zu, da ich einen Wahnsinnsappetit bekam. Für mich nicht schlimm. Ich war schon immer schlank und konnte mir 2-5 Kilo mehr auf jeden Fall leisten. Essen schmeckte richtig gut. Es gab richtige Geschmackserlebnisse. Ich esse viel mehr Obst und Gemüse als während meiner Raucherzeit. Ganz einfach aus dem Grund, weil ich die Aromen wieder richtig schmecken kann.
Heute bin ich 24 und dampfe immer noch. Ich bin schon lange bei einer Nikotinstärke von 16-18mg bei meinen Liquids. Ich habe wie früher vor meiner Raucherkarriere 1 -2x jährlich meine große Erkältung, die ich aber schnell in den Griff bekomme. Ewig langen Husten kenne ich nicht mehr. Und es gibt einen riesigen großen Unterschied zur Zigarette.
Heute kann ich, auch wenn sich die Nikotinstärke kaum verändert hat, auch für einen gewissen Zeitraum aufs Dampfen verzichten. Auch 8-10 Sunden lang. Das wäre mit Zigaretten nicht möglich gewesen. Spätestens nach 2 Stunden hätte ich rauchen müssen. 8-10 Stunden nicht dampfen macht mir nichts aus.

Früher wenn ich krank war, hätten mich nur 40 Grad Fieber vom Rauchen abgehalten. Heute wenn ich merke, ich werde krank, lege ich meine „E“, ganz selbstverständlich weg, ziehe mein persönliches Programm gegen die Erkältung durch und erst, wenn ich wieder fit bin, kommt sie wieder zum Einsatz. Nervös werde ich dabei nicht. Nur wenn ich wieder fit bin, merke ich, das ich immer noch süchtig nach dem Nikotin bin.
Also 100%ig aufhören kann ich NOCH nicht. Aber vielleicht doch eines Tages?

Mir geht es richtig gut. ich bin wirklich glücklich mit der Alternative. Die einzige Alternative, die bei mir gewirkt hat. Ich beziehe meine Geräte von Anfang an nur von kompetenten Anbietern wie dem Esmokershop.de, besserdampfen.de. Ich kaufe weder Liquid noch meine Geräte jemals an Tankstellen oder Tabak/Lottoläden. Diese Anlaufstellen können meiner Meinung nach niemals die nötige Kompetenz und das nötige Fachwissen aufweisen. Und die da erhältlichen Geräte sind mangelhaft und Geldschneiderei. Die Tabakindustrie hat keine Ahnung von der Herstellung von Liquid oder den Verdampfern und Akkus. Die sollen endlich ihre Finger davon lassen UND uns Dampfer endlich in Ruhe lassen!

Zur Zigarette möchte ich nie wieder zurück! Sollte die E-Zigarette eines Tages in ihrer Vielfalt, wie ich sie kenne, wirklich verboten werden, dann habe ich ein Problem! Denn wenn ich bis dahin nicht nikotinfrei bin, fängt alles von vorn an!Davor habe ich ehrlich gesagt große Angst!