Hermann

Etwas über 40 Jahren habe ich geraucht, wohl wissend, dass es nicht gesund ist.
Aber die Gewohnheit, die Sucht und vorallem dieser einfache Weg des Selbstbetrugs um Stress, Langeweile und Ritualen zu begegnen, hat es mir bisher schwer gemacht, mi dem Rauchen aufzuhören. Einfach ausgedrückt: Es ging mir nicht schlecht genug, um mit dem Rauchen aufzuhören – ich war nicht ‚richtig‘ motiviert!
Der Anfang vom Ende meiner Raucherkarriere war Heiligabend 2017. An diesem Morgen hat mich mein allmorgentlicher Raucherhusten so durchgeschüttelt und geschmerzt, dass ich mich – natürlich mit einer Zigarillo im Mundwinkel, so kannte mich meine Umwelt – ernsthaft im Internet nach Informationen zum Nichtrauchen gesucht habe. Vormals hatte ich schon mal 2 Rauchpausen von je zwei Jahren, jeweils zur Geburt meiner Kinder. Jedoch bin ich immer wieder rückfällig geworden.
Diesmal ging es mir schlecht genug, um nicht aufgrund von äußeren Gründen mit dem Rauchen aufzuhören. Nein, dieser Raucherhusten-Anfall, wie ich ihn schon jahrelang in abgeschwächter Form habe, das wollte ich ändern!
Da ich – mein Wille zum Aufhören – nicht stark genug war, um von heute auf morgen keinen Zigarillo mehr zu rauchen, war ich auf der Suche nach vorhandenen Hilfsmitteln und habe für mich die Unterstützung durchs Dampfen gefunden.
Angefangen mit einer eGo-T (Jaaa, war blöd, aber schon gut für die Weihnachtsfeiertage, da rauchte ich täglich nur 10-15 Sargnägel, anstelle von täglich 3 Schachteln), um am 27.12. in einem Shop eine Joyetech Aio zu erstehen. Parallel dazu, mit Unterstützung von Youtube-Videos, habe ich mir online den Joyetech Penguin & 3 AkkuMod Kits mit Verdampfer bestellt. Meine Frau konnte ich ebenfalls für’s Dampfen interessieren, sie holte sich eine Aspire PockeX, das reichte ihr. Mich hatte der HwV (Haben Wollen Virus) infiziert, somit bestellte ich mir noch Materialien zum SelberMischen und Coil-Sätze, auch noch 2 weitere AkkuMods und 2 RBA/RDTA zum selberwickeln.
Momentan habe ich vier Geräte, die ich je nach Tageszeit nutze, ABER bis jetzt habe ich noch keine Zigarillo oder andere Pyro mehr geraucht – Und das ohne Zwangverhalten. Mir fiel die erste Woche extrem auf, wie oft ich zur Zigarillo greifen wollte. Auch dieses Verhalten ist erfreulicherweise inzwischen nicht mehr vorhanden, ich dampfe nur noch. Beim Liquid habe ich noch nicht das ultimative Geschmacksaroma gefunden, aber ich probiere mich durch die diversen Angebote.
Meine Frau nutzt inzwischen die eGo-T morgens, mittags dampft sie ihre Aspire PockX und abends nutzt sie ‚meine‘ Joyetech Aio (nutze ich nicht mehr), ihr Liquid ist eindeutig Tutti-Frutti, aber sie ist auch nicht so experimentierfreudig. Sie raucht noch ab und zu eine Zigarette, aber ihr Konsum lag vorher bei einer Big-Schachtel am Tag. Ob sie ganz vom Rauchen wegkommt, wird sich zeigen.
Das Dampfen ist für uns beide eine angenehme Art, um vom Rauchen weg zu kommen und ich nur jedem willigen Raucher das Dampfen empfehlen.
Ich hatte seit Sylvester keinen Raucherhusten-Anfall mehr und fühle mich auch besser ohne Zigarillo. Interessanterweise habe ich inzwischen auch wieder ettliche Momente erlebt, in denen ich mir früher sofort eine Zigarillo angezündet hätte,
ABER ich habe nur zur Dampfe gegriffen und bin froh über diese Möglichkeit der Rauchentwöhnung.
Uns ist sehr wohl bewußt, das unsere Dampfkarriere noch sehr kurz ist & keiner von uns wissen kann, ob nicht doch mal wieder zur Rauchwaren gegriffen wird. Aber diese Umlenkung vom Rauchen zum Dampfen geht uns besser von der Hand, als wir es gedacht hätten – Diesen Vorteil, das Gefühl ohne Druck vom Rauchen wegzukommen, kann jeder ergreifen und selbst erleben.
Raucher/innen, probiert das Dampfen – Es kann helfen !