Hans-Peter Scholz (Trevithick) Birkenfeld Germany

Ich war sei frühester Jugend überzeugter Raucher: Zur Schulzeit, wenn es keine Kippen gab mal ab und zu ’ne Liane, sonst die mit dem Cowboy bis hin zu ab und zu mal eine Schachte Rothändle Gaga zur Bundeswehrzeit. Später versuchte ich Zigarettenrauchen mit Pfeifenrauchen zu substituieren, war überzeugter Genusspfeifenraucher, aber das konnte mich nicht endgültig von der Zigarette wegbringen, denn die Technik ist anspruchsvoller und eine Pfeife brennt nun mal fast ’ne Stunde.

Das Dauerproblem meines Lebens war Bluthochdruck, Ursache unbekannt. Das WHO-Rauchermobbing war für mich kein absolutes Problem, wenn ich rauchen wollte, rauchte ich, meist im Freien. Im Alter von 52 Jahren kam, was kommen musste, ich erlitt einen Schlaganfall mit Hemiparese, also Halbseitenlähmung. Ich habe überlebt, die Lähmung ging zurück, die Folgeschäden sind tragbar. Rauchen hätte ich deshalb nie aufgegeben. Ich schätzte die Chancen für mich zu realistisch ein. Also: Das Restleben genießen mit reichlich einer Packung Fluppen täglich und sich die Menge einfach schönreden.

Um meinen 58. Geburtstag entdeckte ich dann im Versandhandel bei Pearl die Dampfe. Parallel kaufte ich mir am Kiosk eine mit ego-Type Akku und ego-Size-Clearomizer. Das Set von Pearl war ein Lava-AT-Clone mit einem ego-T Clone als Verdampfer. Das Set von Pearl erwies sich als Schrott, was die Gewinde betraf. Aber der EGO-Size-Winzling genügte, um an meinem 58. Geburtstag komplett und kompromisslos umzusteigen. Die Folgen des Tabakrauchstops beeinträchtigten mich über ca. 6 Wochen (trotz 18er-Liquid). Schuld am erfolgreichen Umstiegsversuch und am Willen zum Durchhalten war das Vape-story-video von Velvet Cloud. Ich sagte mir: Wenn der das geschafft hat mit seiner Vorgeschichte, dann schaffst du es auch. Dankbare Grüße in die Dom Rep!

Den Anfang wesentlich vereinfacht haben auch Phil (Liquidhimmel), Ralf (Dampfmacher). Ich bin als Sicherheitsfachkraft und Gefahrstoff- und Explosionsschutzheini ein äußerst kritischer Dampfer, darum auch herzlichen Dank an Vanderzarth für seine Whiteboard-Videos, wenn auch nicht jede seiner Aussagen auf die Goldwaage gelegt werden dürfen, mir hat’s geholfen.

Was überzeugt mich, weiter zu dampfen? Meine körperliche Leistungsfähigkeit hat sich markant verbessert. Das gesundheitliche Risiko des Dampfens ist objektiv um ein vielfaches geringer als der Tabakrauchgebrauch (vom Genuss kann ich bei Zigaretten und Zigarillos nicht mehr sprechen, sehr wohl aber beim Dampfen). Beim Dampfen mit Temperaturregelung habe ich die Produktion von thermischen Zersetzungsprodukten sehr gut im Griff, ich gehe mit der Temperatur einfach nicht mehr auf Werte, bei denen ich weis, dass eine thermische Zersetzung in gefährlichem Umfang stattfindet (die entsprechenden Werte finde ich in der Regel sehr schnell im Internet). Außerdem schmeckt der Genussdampfer sofort, unabhängig von der Technik, ob etwas nicht stimmt (Dry-Hit, Geschmacksbeeinträchtigung bei Kruste auf der Heizwicklung oder zugesetztem Docht). Sogenannte Selbstwickler haben außerdem den Vorteil, dass sie den Verdampfer jederzeit optisch auf Rückstände oder Kokelspuren kontrollieren können. Liquids, die z.B. auf Grund von Zuckerspuren karamellisieren, fliegen sofort auf und damit aus dem eigenen Sortiment, auch wenn „High-End-Liquid“ drauf steht. Informierte Dampfer sind sichere Dampfer. Und Dampfer sind zufriedene Genießer, vielleicht ein bisschen Nerds, aber keine Junkies.