Dieter

Ich bin jetzt 53 Jahre alt und habe mit 16 angefangen zu rauchen. In den ersten Jahren konsumierte ich Filterzigaretten zweier sehr bekannter Hersteller und bin dann im Alter von 20 Jahren, nachdem sich mein Konsum bereits auf über eine Schachtel pro Tag gesteigert hatte, zum Selbstdrehen übergegangen. Schnell schmeckte mir eine Tabakmarke ganz besonders gut. Jeder Raucher kennt diesen weit verbreiteten Tabak, dem der Ruf voraus eilt sehr stark zu sein – Schwarzer Krauser! Ich persönlich empfand das nie so, bis… Aber dazu später.

Das sollte also in den Nächsten 32 Jahren mein täglicher Begleiter sein und dafür sorgen, dass ich frühzeitig „ins Gras beißen“ werde. Der gesundheitliche Abwärtstrend ist lange Zeit nicht wahrnehmbar, man ist jung, der Körper steckt gefühlt vieles einfach so weg und man kann noch alle körperlich anstrengenden Hürden gut meistern. Geht es dann mal an und über die 40 ändert sich das schlagartig. Bei mir machte sich das dann bemerkbar beim Tragen schwerer Gegenstände, beim Treppensteigen, (mein Kumpel musste ja unbedingt in den 4. Stock umziehen um dann 8 Wochen später wieder auszuziehen und 3 Monate später wieder dahin) zu Fuß auf dem Nachhauseweg (ich wohne am Berg). Man merkt, dass etwas nicht mehr o.k. ist, aber – „man ist ja schließlich über 40, da ist man halt nicht mehr so fit“ – das war immer meine Ausrede für mich selbst. Also immer weiter so… jeden Tag ein Päckchen Schwarzer Krauser. Bei der Arbeit quoll der Aschenbecher an meinem Schreibtisch täglich über, Bewegung hat man kaum noch, denn jeder kleine Anstieg wird zu einer Plage, und so geht es dann gemächlich dahin mit der Gesundheit.

Wandern, das ab und an auf dem Plan zur Gestaltung der Familienfreizeit stand und von dem ich mich dann nicht wirklich drücken konnte war zuletzt nur noch ein Alptraum für mich. Dass ich beim kleinsten Anstieg stehenbleiben und pausieren musste beunruhigte mich zwar sehr und ich wusste auch woher das kam, hätte es aber nie zugegeben, dass mein „Schwarzer Freund“ daran schuld ist. Ich wollte es auch mir selbst nicht eingestehen, denn zahlreich Versuche, dem guten alten „Freund“ für immer Adieu zu sagen sind trotz zur Verfügung stehender Hilfsmittel wie Nikotinpflaster waren in der Vergangenheit alle samt kläglich gescheitert Ganz schlimm war für mich, dass jeder Stadionbesuch bei meinem geliebten Verein immer beschwerlicher wurde. Oberrang Dauerkarte. Das hieß Treppensteigen, für mich unendlich viele Treppen.

Und so kam es wie es kommen musste. September 2014, Bluthochdruck extrem, täglich mehrmals Beklemmungsgefühle in der Brust, Leistungsfähigkeit gleich null. Meine Frau, mit der ich seit 25 Jahren zusammen bin, ebenfalls Raucherin des „Schwarzen Freundes“ hat das Tagesgeschäft in unserem Zuhause alleine aufrecht halten müssen.

Was mach ich jetzt nur mit meiner besch… Sucht?
Über die e-Zigarette hatte ich auch früher schon mal nachgedacht – aber hier auf dem Land, wo gibt es denn so was überhaupt?
Wahrscheinlich in der nächst größeren Stadt, 30 km entfernt. „Naja da kann man ja bei Gelegenheit mal schauen“, war immer mein Gedanke. Doch jetzt musste unbedingt endlich was geschehen!

Also Computer an, Gockel, e-Zigarette eingeben… ach was, das Zeug ist gefährlich… ach was, das Zeug ist doch besser als Tabakrauch… was jetzt… so ein Mist, was ist denn da jetzt wahr!?? Informationen in alle Richtungen, von lebensgefährlich bis zu gesund…..
„mhhh… schlimmer kann es ja eigentlich nicht mehr werden…“ weiter surfen… dampferhimmel.de… Philgood… Videos angucken übers Dampfen, noch ein Video, noch eins aha… der scheint ja guter ein Mann zu sein, der sich auskennt und was weitergibt…
Ich habe dann auf einen Link geklickt, zu einer Firma über die Philgoods Liquids verkauft werden. Da stand auf der Seite Neueröffnung unserer Filiale in der xyz-Straße in xyz-Satdt. Wer sich auskennt weiß jetzt natürlich wo – und kann sich auch denken von welchen Fußballverein ich Anhänger bin und dass das auch nicht immer der Gesundheit förderlich ist ;-). Eine Filiale also in einer Straße, durch die ich jede zweite Woche sowieso durchfahre. Prima, „Schatz, das probieren wir aus“!

8. Dezember 2014 – Die Neugeburt!
Auf dem Weg zum Stadion hielten meine Frau und ich an, ich trat meine Zigarette auf der Straße aus bevor wir in das Geschäft gingen. Was ich vorher nicht zu glaube wagte, es war bis heute meine Letzte!
Wir haben beide die erste e-Zigarette in unserem Leben getestet und ein paar Liquids gefunden, die uns gut geschmeckt haben.
„Was meinst Du Schatz, damit könnte man es schaffen?“ Meine Frau sagte „ja, dann versuche ich das Dir zu Liebe auch“. Man hat uns vor Ort alles erklärt, die e-Zigaretten befüllt und so sind wir ins Stadion gefahren.
Meine Frau und ich sind nun seit 11 Monaten rauchfrei!
Wir nutzen oft noch unsere EVOD-Startersets, ansonsten Dampfen wir Aerotank auf einem iStick.
Ohne die e-Zigarette, davon sind wir beide überzeugt hääten wir den Absprung nie geschafft, Und wer weiß,obich das bis heute schadlos überstanden hätte. Ich glaube nicht.

Was in diesen 11 Monaten geschehen ist, ist kein Wunder. Nein, es ist die e-Zigarette. Sie hat mein Leben komplett verändert.
Ich bekomme wieder Luft, von Beklemmungen in der Brust keine Spur mehr, die Blutdruck-Medikamente habe ich zusammen mit meinem Arzt auf ein Drittel reduziert. Wandern, sogar bergauf, meine Güte ist das geil. Die Ü-60 Fraktion überholt mich nicht mehr, Treppenstiegen, Holz schleppen kein Problem mehr. Alles schmeckt besser und riecht extremer.
Ich rieche im Freien wer Raucher ist! Sogar die Optik hat sich verändert. Anstiege die ich früher vermieden habe, sehen tatsächlich viel flacher aus als vorher. Ich mach sogar manchmal so Sachen wie leichtes Joggen und kann mich dabei noch untehalten…
Der absolute Wahnsinn! Stadiontreppen? Haben die hier umgebaut? Das waren vorher doch unendlich viele!?
Alles macht wieder Spaß. Ich habe keine Ängste mehr um meine Gesundheit, die ich früher hatte, aber nicht gezeigt habe.

Ach ja, wie zum Beginn meiner Story angeführt, empfand ich Schwarzen Krauser Tabak nie als stark. Vor einigen Wochen war ein Freund zu Besuch, mit einem frischen Päckchen. „Ich versuch das jetzt mal, nur einmal ziehen“, sagte ich, drehte mir eine und freute mich auf den Geschmack, der mich fast ein Leben lang begleitet hatte. Ich schnippte das Feuerzeug an und wollte einen genüsslichen tiefen Zug nehmen. Puuuahhhh!!!!! Ich wäre an diesem Zug fast verreckt! Leck mich… ist der Mist stark!
Hustenanfall… „das kann doch nicht sein“! Hust… hust … Meine Frau … „Das kann doch nicht sein! Ich versuch es jetzt auch mal!“ und … na was schon, ein Hustenanfall! hust… hust…
Da war uns aber mal so richtig klar was wir unser Leben lang für einen Mist inhaliert hatten. Ich habe mir an dem Tag noch 5 mal die Zähen geputzt, ich habe diesen ekeligen Geschmack nicht mehr aus dem Mund gebracht!

Summa summarum
Mir und meiner Frau hat die e-Zigarette wieder ein richtig, aber mal so was von richtig lebenswertes Leben beschert!

Dampfen? Na klar, nur frisch Luft ist wirklich gesund für die Lunge. Aber die gesundheitlichen Verbesserungen, die wir spüren, seit wir nicht mehr Rauchen sprechen eine mehr als klare Sprache!

Nikotinhaltige Produkte gehören nicht in in die Hände von Kindern und Jugndlichen, aber wer bestreitet das schon? Da sind wir uns, denke ich, alle einig! Aber: Jeder mündige Erwachsene, der vom Tabakrauch weg will, muss die Freiheit haben sich eben auch für die e-Zigarette entscheiden zu können. Dabei dürfen ihm keine Steine in den Weg gelegt werden, wenn es den Behörden wirklich um die Gesundheit der Menschen und nicht um fehlende Steuereinnahmen geht.
Und… nur zur Info, wir sind alle schon groß, man muss nicht alles überregulieren!

Allen Dampfern und Nichtdampfern wünsche ich ein gesundes facettenreiches Leben.
Dieter