Daniel Schmahl

Aufgeschrieben habe ich die folgende – meine – Geschichte im Februar und März 2012, nachdem ich mich zum ersten Mal in einem „Dampferforum“ angemeldet hatte:

Mein derzeitiger gesundheitlicher Zustand ist klasse bis auf das kleine Übergewicht, das ich nach dem Umstieg zugelegt habe. Aber das hält sich echt in Grenzen. Lieber einen kleinen Bauch unter den Rippen, als die Lunge im Eimer ;). Aus den Datenblättern kann man entnehmen, wie es tatsächlich besser wurde mit der Lungenfunktion. Eine Anmerkung noch, seitdem ich dampfe, bin ich kaum noch krank geworden. Einmal eine Bronchitis für drei Tage, das war bereits im Frühjahr 2012, also kein halbes Jahr als Dampfer. Danach hatte sich keine Bronchitis mehr bei mir entwickelt und das finde ich schon sehr ungewöhnlich. So und nun meine Geschichte, die man jetzt im Anschluss meiner einleitenden Worte lesen kann. Übrigens ist meine Nikotindosis bei 3mg/ml angelangt, ganz weg vom Nikotin will ich aber nicht.. Gerne teile ich meine Erfahrung mit, um vor den Gefahren des Rauchen warnen zu können und mit dem dem Versuch, dem Dampfen zu dem zu verhelfen was es verdient: ein Lebensretter für Millionen zu werden.

Ich war sehr starker Raucher und hätte bis vor zwei Monaten nicht gedacht, dass ich heute völlig rauchfrei sein würde.
Im letzten Winter 2010-2111 bekam ich eine schwere Bronchitis die ich dummerweise verschleppt hatte.
Lange Rede kurzer Sinn, der Arzt stellte bei mir im Sommer 2011 eine beginnende, noch leichte COPD fest.

Mist, was nun, weiterqualmen wie bisher, lieber reduzieren oder besser noch, ganz aufhören?
In der Arztpraxis war auch ein Mann der einen Inalator (oder wie diese Dinger auch wirklich heißen) mit sich rum schleppte und von seiner Tochter begleitet wurde.
Mir wurde übel bei dem Gedanken „auch ich in 15 Jahren“?
Kaum aus der Praxis noch mit dem erschreckenden Bild vor Augen und dem Ergebnis in der Hand, musste ich mir erst mal zur Beruhigung eine anstecken.
Neben mir stehend habe ich nur noch über mein Verhalten den Kopf geschüttelt und gedacht, wie blöde ich doch im Grunde bin, dass ich so weiter qualme.
Mit Zigarette wollte ich nicht mehr, aber ohne konnte ich auch nicht.

Hier der erste Befund meines Arztes:  datenblatt_1_danielSch

Ich dachte immer, ich wäre nur zu willensschwach, um mit dem Rauchen aufzuhören, aber das war nur ein Teil der Wahrheit (doch dazu später).
Ich habe versucht, das Rauchen einzuschränken und war auf 10 Zigaretten pro Tag runter. Zwei Monate später war ich wieder auf 30 Zigaretten.
Jeder Versuch mit dem Rauchen aufzuhören schlug fehl.
Abends bekam ich kaum noch Luft, mir ging es zeitweise wirklich sehr schlecht.
Auch der nächste Versuch aufzuhören schlug fehl.
Wieder begann ich meinen Rauchkonsum zu reduzieren, aber auch das scheiterte wieder.
Es war wie ein Dominoeffekt.

Mittlerweile hatte ich mich davon verabschiedet, dass ich mit dem Rauchen aufhöre.
Dann bin ich mehr durch Zufall an einer Tankstelle an die E-Zigaretten gelangt und muss sagen, dass ich Gott sei Dank bis dahin nicht solch rezensierte und unreflektierte Beiträge von warnenden Gutmenschen gelesen hatte, sonst hätte ich wahrscheinlich darauf verzichtet, mich auf dieses Experiment einzulassen.

Plötzlich war ich auf 10 Tabakzigaretten runter und fühlte mich wesentlich besser.
Am 16 Dezember 2011 habe ich dann in einem Geschäft echte Verdampfer und Liquids gekauft, und bin jetzt nach einer 35 Jährigen Raucherkarriere vollkommen rauchfrei und das nach nur ca 20 Tagen des Dampfens!!!
Ich kann wieder Treppen ohne Probleme bewältigen, komme wesentlich später aus der Puste, habe keinen ekelhaften Auswurf mehr, schnarche des Nachts nicht mehr, meine Nikotinsucht bleibt konstant, also erhöht sich nicht durch Stress und ich bin mittlerweile in der Lage, über Stunden keinen Verdampfer anzurühren, was mir mit Zigaretten nicht gelungen ist.
Ich werde jetzt hergehen und stufenweise die Nikotindosis bis auf 5mg/ml runter zu schrauben; derzeit liegt er noch bei 10mg. Angefangen hatte ich mit 20mg und bin mir sicher, dass ich es schaffe (ganz möchte ich aber dennoch nicht auf das Nikotin verzichten).

Ich begann, mich im Laufe des letzten Monats mit den Themen Rauchen und Dampfen auseinander zu setzen und nicht unreflektiert alles zu schlucken, was mir in den Medien vorgesetzt wurde.
Ich begann in meinen Körper rein zu horchen, als ich dann Mitte Dezember nur noch eine Zigarette am Tag geraucht hatte.
Ich habe nur positive Veränderungen bei mir feststellen können.
Außer der, dass ich im Laufe des Tage Kopfschmerzen bekommen hatte, bis zu dem Moment bis ich dann eine normale Verbrennungszigarette geraucht hatte.
Hier waren wohl Entziehungsprobleme vorhanden, denn am Nikotin konnte es nicht gelegen haben, das bekam ich ja weiterhin.
Ich bekam keine Hautirritationen und keine Reizungen meiner Atemwege, meine Konzentration hat sich deutlich verbessert, ich bin aufmerksamer und wacher geworden.
Meine Kondition hat sich inzwischen mehr als verdoppelt.
Berge die ich vorher nach meiner verschleppten Bronchitis nur mühselig bewerkstelligen konnte, nehme ich jetzt ohne Mühe und ohne dabei stehen bleiben zu müssen.
Alle meine Atemwege sind nun frei, habe auch kein Nässen der Nase festgestellt.
Mein Herzrhythmus ist wieder normal und stelle bei mir keine Aussetzer des Herzrhythmus mehr fest.

Und hier der zweite Befund meiner Lungenfunktion, ein knappes Jahr nach Dampfbeginn:

datenblatt_2_danielSch
Die Erfahrungen, die ich bis jetzt mit dem Dampfen gemacht habe, sprechen eine andere Sprache als die Mahner es gerne propagieren.
Was in zwei oder drei Jahren sein wird, kann natürlich niemand sagen.
Doch kann ich wirklich nicht erkennen was das für negative Auswirkungen haben könnte, denn ich fühl mich fitter den je.

D.S