Damion

Hallo, ich heiße Dirk und bin inzwischen 46 Jahre alt. Im Alter von 12 Jahren ( 1980 )hab ich real mit dem Rauchen angefangen ( mindestens 8 Zigaretten am Tag ), im Alter von 16 Jahren hatte ich definitiv mindestens eine Schachtel am Tag. Da wurde es mir zum ersten mal zu viel und ich hab aufgehört, was damals noch verhältnismäßig einfach ging, jedoch wurde ich nach etwa einem halben Jahr wieder verführt und viel binnen 2 Tagen zurück auf die Schachtel am Tag. Mit 19 Jahren bat mich meine damalige Freundin das Rauchen aufzuhören und da mir sehr viel an ihr lag hörte ich natürlich auf. Nach nur 10 Tagen bat sie mich wieder anzufangen, denn bereits damals war das Aufhören für mich eine reine Folter. Jeder Raucher der Probleme mit dem Aufhören hat kennt das, man wird echt mies gelaunt, ist ständig aggressiv und auf Streit aus, man hasst einfach allen und jeden, am meisten sich selber. Ich war über diese Bitte richtiggehend erleichtert und verschaffte der angestauten Aggression sofort Abhilfe und fing wieder das Rauchen an. Mit 25 Jahren bat mich die damalige Freundin ( eine andere ) auch das Rauchen aufzuhören und ich hielt keinen Tag mehr durch. Inzwischen hab ich in einem Wissenschaftsmagazin gelesen, dass Suchtverhalten bzw. die Chance mit einer Sucht aufzuhören nichts mit Willensstärke zu tun hat, sondern genetisch bedingt ist. Ein einziges Gen ist dafür verantwortlich ob sich jemand leicht tut mit z.b. dem Rauchen aufzuhören, oder ob es für ihn die reinste Folter ist. Folter ist das richtige Wort, denn man hat in jeder erdenklichen Form Schmerzen, Schmerzen in den Gelenken, Schmerzen in den Muskeln und dazu noch die seelische Grausamkeit die einem angetan wird. Es ist als wäre man ein Gummiball in einer Kugel, er versucht der Kugel zu entkommen und prallt nur immer auf Wiederstand. So in etwa fühlt es sich an wenn man das Rauchen aufhört. Alle paar Jahre hab ich es dann wieder versucht, mit allen möglichen und unmöglichen Methoden, doch es war nicht mal ansatzweise von Erfolg gekrönt, nicht mal 6 Stunden waren rauchfrei möglich ( außer im Schlaf ). 2012 hörten dann einige meiner Arbeitskollegen mit dem Rauchen auf und benutzten dafür ein Medikament namens Champix, dass erste Medikament von dem ich hörte, dass damit viele Raucher aufhören konnten. Also ab zum Arzt und das Medikament verschreiben lassen und siehe da in den ersten 3-4 Tagen lies die Lust auf eine Zigarette tatsächlich etwas nach, von 50 Zigaretten am Tag reichten mir dann etwa 30, doch schon einen Tag später kehrte sich der positive Effekt in einen negativen um und ich hätte 200 Zigaretten rauchen können ( die Zeit hat man gar nicht ). Ich hielt es für einen Federballeffekt und nahm das Medikament trotzdem weiter. Es half leider nichts, denn statt mir in irgendeiner Form zu helfen war mir nur noch übel und das Verlangen nach einer Zigarette wurde nur verstärkt. Danach war der Tag zu kurz um mein Rauchverlangen zu stillen. Anfang Dezember 2012 ( Geburtstagsfeier meiner Mutter ) brachten dann die Kinder meiner Cousine ( allesamt auch Raucher ) e-Zigaretten mit. Aus Amerika bestellt, sahen aus wie eine normale Zigarette nur mit LED am Ende das normal glüht. Jeder anwesende Raucher hat die Dinger probiert und egal wie stark man daran zog, es kam nicht mal ansatzweise ein Rauchgefühl auf. Wir dachten uns alle, naja nach einer Woche lassen sie das wieder, dass taugt rein gar nichts. Am 26. Dezember 2012 ( jährliche Familienweihnachtsfeier ) brachten sie dann andere E-Zigaretten mit ( Joyetec Ego-T ) und boten natürlich jedem Raucher an diese zu probieren. Also nahm auch ich einen Zug und musste sofort Husten. Nach ein paar Testzügen hörte das mit dem Hustenreiz zwar noch nicht auf, aber es war klar – es fühlt sich an wie eine Zigarette. Ich bekam für den Abend ein Testgerät und hab in etwa 6 Stunden nur 2 oder 3 Zigaretten geraucht ( normal bei gesellschaftlichen Anlässen dieser Art in der Zeit locker 20 Zigaretten ). In der gleichen Nacht hab ich im Internet dieses Gerät und ein paar Liquids ( allesamt Tabakgeschmack ) bestellt, die am 28.12.2012 als Päckchen bei mir ankamen. Den Tag werde ich nie vergessen, denn es war mein Geburtstag und wenn ich dem gleich vorgreifen darf, das beste Geburtstagsgeschenk, dass ich in meinem ganzen Leben je bekommen hab ( auch wenn ich es selber gekauft habe ). Da ich natürlich Gäste hatte hab ich es erst in der Nacht geöffnet. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch etwa 12 Packungen ( Big Box mit 25 Stk ) Marlboro im Hause. Ich beschloss sogleich: Ich kaufe nie wieder Zigaretten und mit einer einzigen Ausnahme hab ich das auch eingehalten. Also reduzierte ich von Tag zu Tag meinen Zigarettenkonsum und füllte die Lücke mit E-Zigaretten auf. Es war definitiv ein Leichtes, keine Entzugserscheinung kam mir länger als 3 Sekunden in den Sinn. Mitte Januar war mein Zigarettenvorrat dann bis auf eine Schachtel erschöpft und ich sagte mir: Jeden Tag noch eine, dann ist’s Schluss, was auch wunderbar funktionierte und ich Mitte Februar 2013 dann zigarettenlos war. Mitte März hatte ich allerdings auf der Arbeit meinen Ersatzakku vergessen und musste zur Abhilfe noch eine Schachtel Zigaretten konsumieren ( die hab ich aber in der Nacht gleich weggeraucht, also nur ein Tag und das war dann die Ausnahme ). Silvester 2013/2014 hab ich noch eine Zigarette probiert ( weil die zum Anzünden von Silvesterfeuerwerk einfach super geeignet sind ) und empfand sie als Zumutung. Rauchfrei!

Natürlich spielte man mit der neu gewonnenen Sucht ( das Dampfen ) ein wenig herum, probierte verschiedene Geräte und Liquids, aber was sich bereits im Januar 2013 abzeichnete: Diese extreme Kurzatmigkeit ( 32 Jahre Kettenraucher ) wurde massiv besser, der dauernde Raucherhusten ging binnen 2-3 Monaten fast ganz weg und ist inzwischen komplett verschwunden. Man fühlt sich agiler, lebendiger und ist bereit Bäume auszureißen.

Bin ich nun suchtfrei? Nein natürlich nicht, die Sucht ist 100% geblieben, aber die Schädlichkeit der Sucht auf 1% reduziert. Das Sucht-Gen lässt sich auch mit Dampfen nicht ausschalten. Dennoch sind 2 wesentliche Merkmale vorhanden: 1. Der Schaden für mich selber ist auf ein Minimum geschrumpft. 2. Der Schaden den ich anderen zufüge ( Passivrauchen ) ist komplett verschwunden.
So fern man eine Alternative zum Rauchen bieten kann, halte ich das Dampfen zu dem derzeitigen Stand der Forschung für die einzig wahre. Mittelchen zum Aufhören ( Kaugummis, Pflaster, Medikamente ) gibt es genug am Markt und allesamt helfen kaum etwas. Die E-Zigarette ermöglich einen ein halbwegs gesundes Leben ( nicht schädlicher als der Kaffeekonsum den die meisten Menschen an den Tag legen ) mit überschaubaren Kosten.

Was würde es für mich bedeuten, wenn die Tabakprodukte-Richtlinie so umgesetzt wird?
Das Aus für mein Leben in jeglicher Form. Wenn die E-Zigarette wegreguliert wird und ich keinen Zugriff auf Liquids mehr habe und auch defekte Hardware nicht mehr repariert bekomme würde nur noch das Zurück zur Zigarette helfen und das wäre mein Aus. Die hinzugewonnene Lebensqualität wäre binnen weniger Monate dahin, meine Gesundheit würde von Tag zu Tag schlechter werden und ich wüsste keinen Ausweg. Ich möchte wetten, dass mich das bestimmt täglich auf Mordgedanken bringen würde, den ich aber sicher niemals durchführen würde, dafür achte ich Menschen viel zu sehr. Aber zu dem gesundheitlichen Schaden käme sicher ein seelischer, denn ich kenn ja nun eine Alternative und ich hätte jeden Tag, jede Stunde wahrscheinlich jede Minute des Lebens eine tierische Wut im Bauch, warum uns Dampfern – mir in dem Fall – zu Gunsten der Pharma- und Rauchwarenlobby ein lebenswertes Leben verwehrt wird. Nur um ein paar Unternehmern noch mehr Geld in die Taschen zu schieben? Nur um einer Handvoll korrupten Politikern die Taschen voller Schmiergeld zu ermöglichen? Ich hoffe die meisten Entscheidungsträger, sicherlich in den meisten Fällen Politiker sind Menschen die aus Überzeugung handeln und nicht aufgrund finanzieller Interessen. Ich möchte wetten, dass jeder Dampfer dem mit dem Dampfen der Ausstieg vom Rauchen gelungen ist mit dem Wegregulieren der E-Zigarette zugunsten der normalen Zigarette nicht geholfen wäre, sondern dass man die allermeisten davon in ein ähnliches Dilemma stürzen würde.

Sicher waren die meisten Menschen schon mal krank, einige von ihnen hatten auch mal eine Bronchitis und so kann man sich Kettenrauchen nach 30 Jahren vorstellen. Man atmet nur noch flach, denn ein tiefes Einatmen würde sofort einen Hustenanfall bewirken. Man bewegt sich behäbiger, denn Anstrengung würde ein tiefes Einatmen hervorrufen und den nächsten Hustenanfall. Da dies beim Raucher alles schleichend passiert und nicht vom einen Tag auf den anderen, bemerkt man es erst wenn es schnell besser wird, z.b. weil man auf das Dampfen umgestiegen ist. Und nun stellen sie sich vor: Sie verurteilen alle Dampfer zur dauerhaften chronischen Bronchitis – das soll eine Lösung sein?

Ich stimme zu, dass die E-Zigarette und Liquids erst ab 18 verkauft werden dürfen, aber das ist schon lange vor der gesetzlichen Regelungen bei den Händlern angekommen.

200 unabhängige Studien aber haben gezeigt, dass das Dampfen wesentlich weniger gesundheitsschädlich als die Zigarette ist und abgesehen davon, dass auch diese inzwischen erst ab 18 verkauft werden darf und mit unnützen Warnhinweisen versehen sind ( das weiß heute wirklich jeder, was da auf den Packungen steht ) gibt es für die Zigarette kein Zulassungsverfahren. Warum also für eine Alternative? Keine Zigarette würde irgendein Zulassungsverfahren bestehen, denn alle sind mit zusätzlichen Giften versehen um noch süchtiger zu machen, warum schreitet hier der Staat nicht ein und reduziert diese zumindest auf die zum Rauchen notwendigen Gifte? Wir sind Menschen und wir haben noch die Entscheidung wie wir mit unserem Leben umgehen. Klar gibt es Produkte bei denen kein Mensch die Entscheidung selber treffen kann, weil wir dazu gar nicht das Wissen haben. Klar benötigt man deshalb bei Medikamenten ein Zulassungsverfahren um Nebenwirkungen auszuschließen, denn jeder der ein Medikament kauft/verschrieben bekommt erhofft sich dadurch eine gesundheitliche Verbesserung. Hier sollte so gut wie möglich ausgeschlossen werden, dass genau das Gegenteil passiert.
Aber es gibt am Markt tausende, wenn nicht gar Millionen Produkte von denen jeder wissen kann: Dieses Produkt schaden mir! Angefangen bei offensichtlichen Produkten wie Tabakprodukten und Alkohol über allgemein bekannten Produkten wie Süßwaren und Knabbereien, sind heute doch schon die allermeisten Produkte betroffen. Kaum ein Fertiggericht enthält nicht mindestens einen schädlichen Stoff, selbst eigentlich gesunde Produkte sind mit Schadstoffen belastet ( ja selbst Obst, Fisch und Gemüse ).
Wir sind mündige Bürger und dürfen bei allem selber entscheiden, sofern wir die 18 Jahre überschritten haben, ja selbst bei Medikamenten dürfen wir einiges frei kaufen ( auch wenn es in Überdosen sogar tödlich sein kann ), warum also soll das Alternativprodukt zur Zigarette also reguliert werden? Und vor allem warum soll ein Produkt, dass weder dazu dient Tabak zu konsumieren, noch aus Tabak hergestellt wird noch sonst irgendetwas mit Tabak zu tun hat in einer Tabakprodukterichtlinie reguliert werden?

Fragen über Fragen auf die mir keine vernünftige Erklärung einfällt.
Es gibt auch keine wissenschaftliche Erkenntnis die dies in irgendeiner Form erklären könnte.
Mir fallen nur 2 Begründungen ein, warum ein Mensch mir das antun will:
1.) Bereicherung: Sprich er war finanziell dazu angeraten mir das anzutun
2.) Willkür: Er hatte von nichts eine Ahnung und hat denen geglaubt die sich daran bereichern wollen

Beides sind Begründungen die es in einer Demokratie nicht geben dürfte/sollte. Demos – das Volk herrscht, dass bedeutet Demokratie. Demos – das Volk wird unterdrückt und ausgebeutet nennt sich Tyrannei. Und Deutschland ist offiziell eine Demokratie. Befragt das Volk ob sie es für richtig halten, dass die Zigarette nicht zugelassen werden muss, die Liquids aber schon und ihr werdet sehen: Das Volk will keine Regulierung der E-Zigarette und dass obwohl das Volk bezüglich E-Zigarette absolut negativ manipuliert wurde.

Helft mir ein lebenswertes halbwegs gesundes Leben führen zu können und nehmt Euch ein Beispiel an England. In England hat sich der Staat hochoffiziell für das Dampfen als Alternative zum Rauchen ausgesprochen, vielleicht deshalb weil sie die Kosten des Gesundheitssystems zu 100% selber tragen müssen?