Александр Кнебель (MadVirus) aus NRW

Meine Geschichte ist wohl eher klassisch, vor 31 Jahren war rauchen noch so toll und man hatte das Gefühl das es niemanden gab der es nicht tat. Wir waren eine Clique von gut 15 Kindern, ja ihr lest richtig, Kinder!!!

Eines Tages musste es passieren und einer von uns kam auf die glorreiche Idee wir könnten ja mal ne Schachtel Zigaretten kaufen. Zu der Zeit war das wie viele der langjährigen Rauchern wissen alles kein Problem, Kippenautomaten an jeder Ecke und niedrig genug um sie im Alter von 7 Jahren problemlos zu erreichen. Von da an wurden in regelmäßigen Abständen Schachteln gekauft und unter den anwesenden brüderlich geteilt. Man was waren wir ein cooler Haufen.

Die nächsten 3 Jahre verbrachte ich also mit dem Gelegenheitsrauchen. Mit 10 Jahren kam ich dann in die 5. Klasse und musste feststellen das es wohl nicht nur in unserer Clique jemanden gab der gute Ideen hatte. In jeder Pause wurde geraucht, dabei waren die Raucherecken in Summe gezählt größer als die Schülermenge die nicht geraucht hat. Da man ja dazugehören wollte gab es ab diesem Zeitpunkt täglich ein Päckchen Kippen oder wenn das Geld knapp war einfach mal eine Tüte Tabak zum selbst drehen.

Nach Beendigung der Schule im Alter von 15 Jahren und beginn der Ausbildung habe ich in den Folgenden Jahren mehrfach versucht das Rauchen aufzugeben, Zu spät denn die Tabaksucht war bereits tief in mir verankert. Ich gab auf und gewöhnte mich an den Gedanken wie meine Uroma mit dem Docht im Mundwinkel den Deckel über mir zu schließen. Mit dem Unterschied, sie war eine glückliche Raucherin, soll es geben, ihre Worte waren immer „Ich höre auf zu rauchen wenn ich Tot bin“. Makaber.

Je länger ich rauchte desto eher litt ich an Entzug, nicht das was über die Wochen und Monate beim Aufhören passiert aber ohne Nikotin bekam ich keine Ruhe, jede Kleinigkeit brachte mich aus der Fassung, ich entwickelte mich zu einer Gefahr für meine Umwelt, dabei bin ich eigentlich ein durchschnittlich ruhiger Typ. Um das zu vermeiden habe ich das Nikotinmonster immer ausreichend gefüttert, wer mich kennt kannte mich mit einem Docht im Gesicht, meine Batterie, meine Stressbewältigung, mein Begleiter in Ruhepausen usw. Rauchen war für mich und meine Umwelt Lebenswichtig.

Ich möchte dabei betonen das ich nie jemanden mit meinem Rauchen belästigt habe, Ich bin immer abseits gestanden, wenn sich mir trotzdem mal jemand genähert hat habe ich die Kippe weggehalten und in eine andere Richtung ausgeatmet, ich habe nie in der Wohnung geraucht sondern stand mehr an der Eingangstüre als alles andere oder im Auto geraucht wenn mein Sohn dabei war. Ich habe ihm wenn ich schon nicht aufhören konnte immer das Bild zu vermitteln versucht, Raucher gehören nicht dazu. Trotzdem habe ich immer gestunken und das schlimmste, trotz Dauer rauchen habe ich es selbst gerochen. Ich habe immer mal wieder versucht aufzuhören, Pflaster, Kaugummis und selbst die teuren rezeptpflichtigen Medikamente zur Rauchentwöhnung halfen nichts.

In den letzten ungefähr 10 Jahren habe ich nur einmal versucht aufzuhören, dafür besorgte ich mir eine dieser tollen e-Zigaretten mit Diode vorn wie sie zu unmengen in jedem Reformhaus zu bekommen waren. Ich nahm mir euch gleich noch ein paar dieser winzigen Nachfüllverdampfer in verschiedenen Geschmacksrichtungen mit. Geschmacklich war das alles klasse aber da es hier zum einen an Nikotin und zum anderen an einem Benutzerfreundlichen Umgang haperte ergänzte diese nur mein Rauchverhalten, sprich an den stellen wo ich zuvor auf eine Kippe wegen dem dauerhaften Qualm verzichten musste kam die tolle Entwöhn-Hilfe zum Einsatz. Da mich die Chinesischen Zeichen in der Bedienungsanleitung und der dringende Hinweis die Substanz nicht zu Inhalieren, was ich trotzdem tat denn ich bin ein Raucher, ziemlich verunsicherten, blieb das schicke Teil für das ich unter anderem viel Spott kassiert habe in der Ecke liegen und ich konzentrierte mich wieder auf die Kernsucht.

Vor ca. 2 Jahren war es dann soweit, die ersten nachhaltigen Spätfolgen meiner Sucht?
Ich konnte mich nicht mehr bewegen, alleine Socken anziehen nahm mir auf Grund der Schmerzen im Bewegungsapparat jegliche Kraft. Ich konnte mich nicht mal mehr gescheit aufs Klo setzen vor Schmerzen. Es folgten Unmengen CT’s und MRT’s, 5 Ärzte 5 Diagnosen, 4 davon beinhalteten das Wort Krebs in unterschiedlichen Regionen, nur eine nicht, nach Ansicht eines Professors handelt es sich „lediglich“ um Entzündungen die sich durch das Rauchen und der damit zusammenhängenden Durchblutungsstörungen in meinem Körper Bilden.

Na wenn es nur das ist? Sport, Ernährungsumstellung, und so schwer es mir viel in Ruhephasen ohne Leute im Umfeld das Rauchen reduziert. Es wurde geringfügig besser, stressige Zeiten brachen an, alle guten Vorsätze waren dahin, die erzielte Linderung auch. Vor 2 Monaten erneut beim Arzt gewesen, Atemnot, schmerzen in der Brust, Diagnose schwere Bronchitis und ich hielt mein erstes Asthmaspray in der Hand. Der Doc sprach mit mir über mein Laster und sagte verständnisvoll, „Ich will ihnen nichts madig machen aber es wird Zeit für sie“.
Ich bin 38 Jahre jung, will ich das alles wirklich?

Ich machte mir also so meine Gedanken. Vor 3 Wochen erneut beim Arzt gewesen, habe mir eine Grippe eingefangen, war ja nicht meine erste, aber die einzige die mir so die Schuhe ausgezogen hat. Ich habe flacher geatmet als ein kleine orangener Gummiblasebalg die man früher zur Luftmatratze dazugekauft hat. Als die Kippen wieder anfingen schlecht zu schmecken erinnerte ich mich an die Worte meines Arztes und begann hoffnungsvoll das Internet zu durchforsten. Während ich mir die verschriebenen Antibiotika einverleibte und ständig mit dem Asthmaspray hantierte.

Nach 3 Tagen unzähligen Seiten Umsteigeinformationen bestellte ich mir ein Starterset um das Vapen kennenzulernen. Es erreichte mich auch umgehend, Ich befüllt mir einen der handlichen Verdampfer und legte ihn beiseite, um 10:30 Uhr hatte ich einen ruhigen Moment schnappte mir den Verdampfer und machte einen vorsichtigen Zug. Es schmeckt wie alles andere in dem Moment nicht sonderlich gut aber es befriedigte schon nach kurzer Zeit mein Verlangen nach einer Zigarette und dass zu meiner Verwunderung sogar länger.

Am nächsten Tag ein herber Rückschlag, meine Verschleimung Begann sich am Vortag zu lösen, ich will keine ekeligen Details nennen, aber als ich Blut darin sah bin ich fast zusammen gebrochen. Mit letzter Kraft bewegte ich mich zu meinem Hausarzt. Als ich endlich im Sprechzimmer angekommen war erzählte ich ihm mein Erlebnis. Er beruhigte mich erst mal und erklärte mir das das schon mal vorkommen kann, Vor allem so wie ich mich angehört habe und ich mir keine Sorgen machen solle. Ich sagte Ihm das ich schon befürchtet habe das es durch meine neue Entwöhn-Hilfe dazu kommt. Er fragte Skeptisch und wenig Interessiert „Was machen sie denn? Sind sie auf E-Rauchen umgestiegen?“ Ich antwortete mit „Ja aber“ und sagte ihm nicht mit so einem komischen Diodending, ich bin auf Vaping umgestiegen. Der sonst eher ernste und aufs fachlich begrenzte Mann begann zu strahlen, stand auf, schüttelte mir die Hand, gratulierte mir und sagte: „DAS finde ich richtig gut! Jetzt werden sie es schaffen.“

So einfach ist es nicht, ich habe alle teils unerträglichen Nebenwirkungen während der Tabakentwöhnung wie Übelkeit, Herzrasen, Konzentrations-, Schlaf- u. Sehstörungen aber ich habe nicht den Hauch eines Verlangens nach einer Kippe und auf Grund meiner mittlerweile richtigen Nikotin-Dosierung werde ich weder nervös noch Aggressiv. Ich komme nach nur 11 Tagen wieder in den Ersten Stock ohne nach meinem Inhalierer greifen zu wollen und meine Schmerzen in den Knochen haben sich um ein vielfaches verringert.

Nach bereits 5 Tagen bemerkte meine Frau den Wandel bei mir und hat mich gebeten Ihr das auch zu besorgen um endlich von den Kippen los zu kommen. Ich übergab ihr für den nächsten Tag eins von meinen Geräten und seit dem hat auch sie keine Zigarette mehr angefasst, wir sind mittlerweile auch stolze Besitzer von professionellen Geräten und nutzen weiter, jeder ein Gerät des Starterstet’s als fallback Lösung, falls mal etwas mit dem Hauptgerät sein sollte und man nicht wieder auf die leicht verfügbare Ressource Kippe ausweichen muss.

Ich bin also seit dem 07.11.2015 um 10:30 rauchfrei und stolz drauf. Ich bin unendlich dankbar für diese Chance und dafür das ein kluger Mensch dies entwickelt und viele neugierige es ständig auf ein neues Level der Perfektion bringen. Wenn sich alle Dinge zur Entwöhnung von weit schädlicherem so schnell in ihrer Wirksamkeit entwickeln würden hätte wir auch ohne selbsternannte Moral- und Gesundheitsapostel oder Gesetzestexte eine weit gesündere Welt.

Vape on für eine gesündere Zukunft!